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Inktober? Slowvember!


Inktober… zum vierten Mal war ich dabei und nein, es wird nicht leichter, jeden Tag eine Tuschezeichnung zu fertigen. Im Gegenteil. Die größte Hürde dabei ist nicht die Disziplin, sich jeden Tag an den Zeichentisch zu setzen (denn dass mach ich nur zu gern), sondern das winzige tägliche Zeitfenster so zu nutzen, dass am Ende eine Zeichnung steht, die sowohl technisch als auch inhaltlich den eigenen Ansprüchen genügt, es wirklich wert ist, veröffentlicht zu werden. Der Inktober zwingt uns Zeichner zu produzieren, Ideen umzusetzen, auch wenn sie noch nicht ganz ausgegoren sind, uns nicht in Details zu verlieren sondern Dinge fertigzumachen, auch wenn man noch stundenlang daran herumfummeln würde. Das ist einerseits wunderbar, denn der hohe Schaffensdruck sorgt für ein gewisses Laissez-faire spätestens ab Tag 12… eine Sorglosigkeit bei der Umsetzung, die man nur durch Routine erreicht und die für einen enormen kreativen Output sorgt. Diese Arbeitsweise kann wirklich helfen, kreative Blockaden abzubauen und das Zeichnen zu einem festen Bestandteil des Alltags zu machen.

„Ich lass das jetzt so.“ Mein heimliches Inktober-Motto…

In diesem Punkt hadere ich jedoch auch immer wieder mit dem Prinzip des Inktobers, denn so arbeite ich normalerweise nicht. Zumindest nicht, wenn jemand zuguckt.

Ich habe größten Respekt vor dem News-, Email- und RSS-Feed all jener, die mir hier im Blog, auf Instagram oder Facebook folgen. Ich möchte eigentlich keine halbgaren Ideen umsetzen oder Zeichnungen posten, die ich für überarbeitungswürdig halte.

Und genau deshalb freue ich mich jedes Jahr auf den Inktober – und bin noch froher, wenn er wieder vorbei ist und ich es geschafft habe, meine Zeichnungen so umzusetzen, dass es mir nicht komplett unangenehm war, sie zu posten. Und im Anschluss setzt dann immer ein Gefühl tiefster Gelassenheit ein und der Wunsch, sich stundenlang am Zeichentisch dem eigenen kreativen Autismus zu überlassen und dabei völlig selbstvergessen aus dem Pinselwasserglas zu trinken statt aus der Kaffeetasse… ähem.

Aus diesem Grund war ich höchst erfreut, als ich heute vom Slowvember las. Technisch gesehen ist es der Gegenentwurf zum Inktober, erdacht von der wunderbaren Society of Visual Storytelling, der auch Inktober- Initiator Jake Parker angehört.

Im Slowvember geht es darum, einen Monat lang an einem Werk zu arbeiten: so akribisch, perfektionistisch und detailverliebt, wie man es möchte. Quasi die Kur nach dem Inktober. Es geht in diesen vier Wochen darum, den Prozess zu dokumentieren bis zum fertigen Werk.

Ich liebe diese Idee und habe auch ein Projekt dafür in der Hinterhand… dazu in Kürze mehr. :)

Meine gesammelten Inktoberzeichnungen von diesem Jahr könnt ihr übrigens über das Schlagwort Inktober 2017 hier im Blog finden – oder sämtliche Inktoberzeichnungen aus den letzten 4 Jahren einfach über Inktober


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